So, jetzt bin ich grad mal einen knappen Monat da und schon hab ich das dringende Beduerfnis, mal aus der Stadt rauszukommen! Nachdem wir ja hier gerade das schoenste fruehherbstliche Wetter haben, hat Claudia sich bereiterklaert, mit uns aufs Land zu fahren, und zwar in das Kaff, in dem sie frueher mal gewohnt hat. Also sind wir fuenf Frischluftfanatiker- Claudia, Lisa, Belinda, Carlos und ich- in einem der allseits bekannten und beliebten Ueberlandbusse losgetuckert- toll war's, so richtig Klischee: kaum waren wir aus der Stadt draussen, kreuzt auf einmal Viehzeug in allen erdenklichen Variationen unseren Weg: Schweine, Esel, Gaense, Pferde, Hunde und zu guter Letzt haben wir auchnoch einen (etwas angegammelten) Australier auf Europa-Rucksack-Tour aufgegabelt, der in Gesellschaft von diversen Buechern und Alkoholika in einem Uralt-Vehikel unterwegs war und sich allen Ernstes gewundert hat, dass Mitte Oktober kein Campingplatz mehr offen hat. Ausserdem ist er mit der (ernst gemeinten!) Frage rausgerueckt ob es denn im Winter in Litauen wohl kalt wuerde? da gedenkt er naemlich den November zu verbringen, hat aber leider nur einen einzigen warmen Pulli dabei und keine Jacke. Freut sich aber sehr, mal Schnee zu sehen- tolle Sache, aber vielleicht haette ihm jemand sagen sollen, dass Schnee aus gefrorenem Wasser besteht, und Wasser nur friert, wenn es kalt ist, kaelter als in Australien, zumindest! Na gut, wir mussten ihn dann leider seinem Schicksal ueberlassen; aber falls euch irgendwo in Europa mal ein halb erfrorener Australier ueber den Weg laeuft der einen Campingplatz sucht, gruesst ihn mal!
den Abend haben wir dann in einem sehr schnuckeligen Tea Room verbracht, in dem man den Tee aus so grossen Oma-Gedaechtnis-Kannen serviert bekommt, wirklich nett; und auch David und Lucia waren dabei, ein schwedisch-italienisches Paerchen dass sich zu meiner allergroessten Verwunderung vor zwei Jahren in der Disco Essenza kennengelernt hat- in eben jener alptraumhafte Zappelbude, von der ich vor geraumer Zeit mal berichtet hatte. Ich glaube ich haette da drinnen zu jedem mir unbekannten Menschen mindestens zwei Meter Sicherheitsabstand gehalten und somit sicher niemanden kennengelernt, vor allem nicht die Liebe fuers Leben; aber offensichtlich funktioniert's!
den Abend haben wir dann in einem sehr schnuckeligen Tea Room verbracht, in dem man den Tee aus so grossen Oma-Gedaechtnis-Kannen serviert bekommt, wirklich nett; und auch David und Lucia waren dabei, ein schwedisch-italienisches Paerchen dass sich zu meiner allergroessten Verwunderung vor zwei Jahren in der Disco Essenza kennengelernt hat- in eben jener alptraumhafte Zappelbude, von der ich vor geraumer Zeit mal berichtet hatte. Ich glaube ich haette da drinnen zu jedem mir unbekannten Menschen mindestens zwei Meter Sicherheitsabstand gehalten und somit sicher niemanden kennengelernt, vor allem nicht die Liebe fuers Leben; aber offensichtlich funktioniert's!
Den Tag heute haben wir bei einem schoenen Fruehstueck im Key Largo zugebracht (tolles Cafe mit Blick vom Balkon auf die Piazza); danach habe ich mich zum Lesen ins Gruene verzogen (gleich ausserhalb der Porta Pispini gibt es ein sehr schoenes Fleckchen Erde, nur Wiesen, Baeume, bissl Viehzeug und die Herbstsonne, zum ins-Schwaermen-geraten! Hab ich schon erwaehnt dass ich gerne im Gruenen bin?! naja auf jeden Fall hab ich mich da dem Schicksal Daisy Millers gewidmet (was MUSS die Alte auch alle Kerle anmachen, Kinners, nee! Der haette es im Barone Rosso gefallen!). Aufgrund der Tatsache dass ich mich in der Natur und somit fernab vom westlichen Konsumismus und Kapitalismus, der uns aus unserer gottgegebenen fernoestlichen Harmonie reisst, befand, hat sich natuerlich auch Giacomo kurz zu mir gesellt, wie sollte es anders sein ;-)
Naja genug gequatscht, jetzt erst nochmal kurz ein paar Kommentare zu den Fotos die ich hier reingebastelt hab (ist irgendwie nicht so geworden wie ich das wollte, aber das war ja abzusehen ;-)! Das da oben habe ich nicht etwa ausgewaehlt weil Stefan oder ich da besonders vorteilhaft drauf aussehen (obwohl wir ja eigentlich immer total irre vorteilhaft ausschauen, versteht sich), sondern weil man da zumindest einen Teil meines Zimmers erahnen kann (arg schee, gell?). Unten drunter seht ihr die Bewohner unseres Maerchenschlosses: Shima, Natalia, Juli und ich. Und dann noch ein Foto von uns drei an meinem Geburtstag. So, das naechste Mal stell ich wieder Bilder rein, aber fuer heute war mir das stressig genug!
Lieb euch alle- eure Judith
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