Donnerstag, 25. Oktober 2007

Crosscultural Impressions I

Mensch mensch, jetzt hab ich ja schon verhaeltnismaessig lang nicht mehr geschrieben, wo soll ich denn anfangen?
Ach ja, vorgestern abend. Da haben Belinda und Lisa die pfanntastischsten Pfannkuchen gebastelt die ich je gegessen hab (und ich habe bekanntermassen mal in einem Pfannkuchenrestaurant gedient!) Die Riesenmengen an Pfannkuchen haben wir Maedels mit Rotwein runtergespuelt; der wurde irgendwie mit jedem Glas besser, und wir auch ;-)! Dass der Morgen danach nicht zu den besten gehoert, ist klar. Aber diesen besagten Abend hat Lisa schon so nett in ihrem Blog beschrieben dass ich das eigentlich garnicht mehr zu erzaehlen brauche; wenn ihr zwingend wissen wollt, wie vier angesaeuselte Maedels an einem Dienstagabend drauf sind, schaut mal auf ihre Seite!
Naja, und trotz des boesen Erwachens am Mittwoch Morgen war ich gestern abend schon wieder auf Achse; nicht etwa weil ich den hals nicht voll kriege, sondern um Natalia und Juli davon abzuhalten dass sie sich mit Wattebaellchen oder schlimmerem beschmeissen. Das war naemlich so: bei uns zuhause herrscht grad ein kleines bissl dicke Luft, was weniger an der Schwere von Julis Vergehen liegt(sie war schon ohne Natalia auf eine Party losgegangen, woraufhin Natalia den Abend wutentbrannt daheim verbracht hat. so habe ich sie, wutschnaubend, am Wohnzimmertisch angetroffen als ich von meinem weinseligen Maedelsabend heimkam), sondern eher am suedlaendisch-streitlustigen Temperament meiner Mitbewohnerinnen. Ich weiss nicht, ich bin ja jetzt echt kein konstant friedlich laechelnder Buddha, der nie mal austickt; aber warum wegen solchen Kavaliersdelikten jetzt tagelang der Haussegen schiefhaengt, da bin ich als gemaessigte Mitteleuropaerin noch nicht dahintergestiegen.
Auf jeden Fall litt Natalia dann aus oben erwaehnten Gruenden gestern an einem Partydefizit von mindestens 4 Stunden, weswegen die Einladung der Spanier zum kollektiven Vorgluehen mit anschliessendem Barone-Rosso-Besuch gerade recht kam. So sind wir dann gegen zwoelf in voller Kriegsbemalung losgestiefelt Richtung San Pietro; da befindet sich naemlich ein bis an die Decke mit Spaniern vollgestopfter Wohnblock. Spanier haben, wie ich festgestellt habe, die (zum Kennenlernen sehr praktische) Eigenart, anscheinend ueber ein Herz in Groesse extra-large zu verfuegen, in dem man meistens schon nach dem ersten Treffen zumindest einen Stehplatz bekommt. Und eine Stehplatzkarte reicht immerhin schon aus, um zum Abendessen und zum gemeinsamen Ungarn-Urlaub eingeladen zu werden! Wie lange dieser Anfangs-Enthusiasmus in der Regel andauert kann ich leider noch nicht sagen, aber ich werde euch auf dem laufenden halten ;-)! Auf alle Faelle haben Natalia und ich uns in null komma nix inmitten eines grossen, laermenden Haufens Spanier wiedergefunden, die alle ganz begeistert waren, "mal richtig italienisch" sprechen zu koennen (was sich sonst als schwierig erweist, weil sie immer in einem Rudel von ca. 50 rein spanischen Muttersprachlern unterwegs sind). Zu fortgeschrittener Stunde habe ich dann Natalia selig laechelnd umringt von gutaussehenden Spaniern angetroffen, die alle sehr daran interessiert waren, sie als Tandem-Partnerin zum sprachlichen (???) Austausch zu gewinnen.
Alles in allem ein sehr lustiger, multikultureller Abend. Und wie's ausschaut haben sich sogar die zwei Streithaehne wieder vertragen; zumindest haben sie heute wieder in normaler Lautstaerke kommuniziert.
und ich geh jetzt endlich mal schlafen ;-)! muchos besos e alla prossima! eure Judith

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