Namasté, liebe Freunde, und ein herzliches oooooommmmm...... aus Siena!
Am Montag hat ja, wie bereits lang und breit angekündigt, mein Yogakurs im Alternativ-Kreativ-Freizeithaus Corte dei Miracoli angefangen. Also hab ich mir mal ne Wolldecke unter den Arm geklemmt und bin da hin, ehrlich gesagt mit nicht allzu viel Ahnung, was da auf mich zukommt (und das trotz Yogalehrerinnen-Mama, Asche auf mein Haupt...)
Die insegnante hat gleich einen sehr positiven Eindruck gemacht: sehr jung, sehr dynamisch und mit ungeheuer beweglichen Gliedmaßen (im krassen Gegensatz zu meinen, die bei der geringsten Dehnung krachen wie bei einer 80jährigen). Sie begrüßte mich auch sehr freundlich mit "Hallo, Judith, schön dass du da bist; Mensch, hast du aber ne Skoliose!"
Außer mir befanden sich in dem Kurs noch genau zwei andere Kursteilnehmerinnen im Alter von etwa Ende 30, eine davon enorm entspannungsbedürftig, da sie kurz vor dem Kurs fast an einer Bohne erstickt wäre, diese dann aber Gott sei Dank ausgespuckt und durchs halbe Restaurant gehustet hat, weshalb sie es, laut eigener Aussage, eigentlich bevorzugt hätte vor lauter Peinlichkeit tatsächlich gestorben zu sein ("Cristina, warum war dir in diesem Moment die Meinung der anderen Menschen so wichtig?")
In diesem Sinne beginnen wir die Stunde unter dem Motto "Ich umarme mein inneres Selbst und schere mich nicht drum, was andere denken. Namasté und willkommen". ich versuche verzweifelt, das Begrüßungsmantra mitzusingen, tue mir aber mit dem Sanskrit noch etwas schwer ("om nama shivaya haya hata hab...hab..." was????) naja, wird ja jede Stunde wiederholt, in ein paar Wochen hab ich`s sicher drauf.
Dann fangen wir mit gaaaanz einfachen Sachen an (das geht ja schon los mit dem gerade Hinstellen, selbst das ist garnicht so einfach wie sich`s anhört, sag ich euch! Vor allem mit ner Skoliose!) und gehen über zu etwas anspruchsvolleren Übungen, die sich ein bißchen schwierig gestalten, weil mir das nötige Fachvokabular noch etwas abgeht (leider entzogen sich Wörter wie "unterer Beckenboden", "Halswirbelsäule" und "Kniescheibe" bislang meinem Italienischwortschatz). Also schiele ich halt immer wieder mal zwischen den maximal durchgedrückten, trotzdem sanft gebeugten und total locker gelassenen Kniescheiben durch um zu schauen wie die anderen das so machen ("Judith, wie geht es dir? Du siehst etwas angespannt aus!")
Zum Schluss entspannen wir uns noch etwas und bedanken uns drei mal bei unserem inneren Selbst. Ich bin zwar etwas erschöpft, aber dafür auch sehr entspannt und ausgeglichen. Es irritiert bzw. beängstigt mich nur ein bißchen, als die Lehrerin zum Abschluss der zwei Stunden meinte: "Ja Mädels, heut haben wir ja fast nichts geschafft; naja, zur Einstimmung für Judith war das bestimmt ganz gut, und nächste Woche geht es dann richtig los!" Ja wie, dann geht`s richtig los?! Da legen wir dann die Kniescheiben ganz entspannt auf der Halswirbelsäule ab, oder was?!? bin mal gespannt. Hatte auf jeden Fall danach einen irren Muskelkater; heute ist der erste Tag an dem ich wieder einigermaßen normal Arme und Beine bewegen kann.
Und da soll nochmal einer sagen, innere Ausgeglichenheit zu finden sei einfach! Harte Arbeit ist das, sag ich euch, harte Arbeit!!!
Es umarmt euch eure muskelverkaterte Judith
Donnerstag, 17. Januar 2008
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1 Kommentar:
muahahahahahahaaaaaaaahaaaaaaaaaa!!!!
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